Bremen. Die FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft begrüßt den Beschluss der Wirtschaftsdeputation, aus dem Mietvertrag für das Musical-Theater auszusteigen. Dr. Oliver Möllenstädt, Vertreter der Liberalen in der Deputation: „Hier gilt: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Es ist richtig, dass Bremen nicht weiter das Betreiberrisiko trägt und sich keine weitere Immobilie ans Bein bindet.“
In der Sitzung der Wirtschaftsdeputation waren verschiedene Varianten für den weiteren Umgang mit dem Musical-Theater debattiert worden. Die Liberalen haben sich dabei eindeutig gegen eine staatliche Beteiligung ausgesprochen. Möllenstädt: „Bremen ist durch die Realisierung der Tagträumereien der früheren Großen Koalition aus SPD und CDU ein gewaltiger finanzieller Schaden entstanden. Der Versuch, mit einem VEB Veranstaltungswesen den Bremer Richtweg zum Broadway zu machen, ist gescheitert.“
Entschieden wendet sich der FDP-Politiker gegen Einwände, Bremen müsse das Musical-Theater für die Standortwerbung und um Konkurrenz zur Glocke zu vermeiden, betreiben. „Konkurrenz belebt das Geschäft. Der Staat ist nicht dafür da, den Bürgerinnen und Bürgern vorzuschreiben, dass sie am Dienstag in die Glocke und am Mittwoch ins Musical-Theater gehen sollen“, so Möllenstädt.
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